1897

Erste schriftliche Erwähnung des 1897 stattgefundenen Schützenfestes, es wurde ein Beitrag von 37,- Mark erübrigt, der zur Sparkasse (Darlehnskasse) gebracht wurde.

1898

Versammlung am 22.3. bei Lohmann, Ameke, am 25.9. bei Volking, Herrenstein.

1899

Versammlung am 29.1.1899 bei August Klunkelfuß. Für das verstorbene Vorstandsmitglied Joh. Sändermann wurde Steinhauer Heinr. Büscher gewählt. Beschluss, das Schützenfest am 11.-12.6. bei Volking zu feiern. August Klunkelfuß soll Schützenhüte und Abzeichen liefern. Nächste Versammlung soll bei Hankmann sein. Vorsitzender ist Th. Dieckmann, Vorstand Ferd. Northoff, Schriftführer Heinrich Hankmann. Für das Fest am 11.-12.6.1899 betrugen die Ausgaben 268,95 Mark, davon 125 Mark für Musik.

1901

Auf der Versammlung vom 10.2. bei Volking wurde beschlossen, das Fest am 2.-3.6.1901 in Herrenstein zu feiern. - Als Vorstand werden genannt: Th. Dieckmann, Ferd. Northoff, Heinr. Büscher, Th.Gerdes, Bern. Brehe (Kassierer), Heinr. Hankmann (Schriftführer).

Namentlich sind dann die Mitglieder verzeichnet, die auf dieser Versammlung ihren Mitgliedsbeitrag entrichteten:

Th. Dieckmann  Heinr. Hohenhövel  Joh. Rubbert 
Heinr. Büscher  Bern. Trockel  Th. Fohrmann 
Jos. Dieckmann-Volking  Bern. Jägermann  Heinr. Drüge 
Bern. Volking  Heinr. Beiske (Walst.)  Heinr. Kemper 
Heinr. Hankmann  Gerh. Bußhoff  Bern. Nettebrock 
Bern. Brehe  Th. Stehmann  Bern. Ohlmeyer 
Ferd. Northoff sen.  Th. Beckmann  Bern. Bußhoff 
Ferd. Northoff jun.  Heinr. Dierse  Joh. Hankmann 
Bern. Northoff  Heinr. Brünemann  Joh. Frie 
Th. Eckhoff  Gerh. Gövert  Wilh. Mai 
Franz Beiske (Herrenst.)  Carl Mersmann  Heinr. Bennemann 
Gerh. Fischer jun.  Bern. Brelau  Jos. Hille 
Th. Fischer  Aug. Klunkelfuß  Heinr. Dieckmann 
Clemens Wörmann  Heinr. Niewöhner  Bern. Hummels 
Heinr. Eckhoff  Th. Hülsböhmer  Joh. Tovar 
Gerh. Homann  Wilh. Fischer  Bern. Ostermann 
Gerh. Dieckmann  Wilh. Austermann  Heinr. Gottemann 
Heinr. Klunkelfuß  August Dörholt  Karl Kniesel 
Th. Hölscher  Gerh. Schick  Th. Stehmann 
Melchior Gövert  Joh. Ossenkamp  Th. Schleppe 
Th. Post  Kasp. Brune   

Am 5.5. fand eine weitere Versammlung bei Volking statt. Gewählt wurden als Oberst Jos. Ossenkamp, als Adjutanten Wilh. May und Heinr. Bennemann, als Hauptmann Aug. Dörholt, als Fahnenoffiziere Gerh. Diekmann und Th. Fischer, als Fahnenträger Josef Pregelhove, als Feldwebel Johann Frie, als Schießunteroffiziere Heinr. Hölscher und Th. Beckmann. Das Fest fand erst am 16.-17.6.1901 statt, die Ausgaben beliefen sich auf 301,90 Mark.

1903

Versammlung am 3.5. bei Volking. Das Fest soll am 7.-8.6 statt-finden. - Beschluß: Anschaffung von 2 Mauser-Gewehren.

1907

Am 10. März Versammlung bei Drees mit Wahl eines neuen Vorstandes:
1.Vors. Heinr. Hölscher, 2.V. Heinr. Pelmke, Beigeordnete Th. Schomaker, Th. Stehmann, Kassierer Gerh. Ueter, Stellvertr. Bern. Borries, Schriftführer Carl Höfte, Stellv. Bern. Tovar.
Das Schützenfest soll am 9.-10.6. wie üblich bei Josef Dieckmann gt. Volking gefeiert werden.
Auf der folgenden Versammlung am 24.3. bei Lohmann, Ameke, wurde beschlossen: Wird das Schützenfest in Walstedde gefeiert, findet das Vogelschießen in Herrenstein statt. Falls das Fest in Herrenstein oder Ameke gefeiert wird, ist das Schießen in Walstedde.
Der frühere Vorsitzende Th. Dieckmann erklärte sich bereit, auf der nächsten Generalversammlung sämtliche noch in seinem Besitz befindlichen Utensilien des Vereins wie Fahne, Sparkassenbuch und Ausrüstungsstücke zu übergeben. Das erfolgte auf der Versammlung vom 8.4.1907 bei Dieckmann-Volking, "womit die Uneinigkeiten im Verein beigelegt sind".
Das Schützenfest wurde an Chr. Drees vergeben, der 153 Mark geboten hatte.
Die nächste Versammlung war am 12.5.07 bei August Klunkelfuß. Hier wurde festgelegt, daß Fahne und Utensilien künftig bei Christian Drees aufbewahrt werden. Gewählt wurden zum Oberst Gerhard Schick, zum Hauptmann Heinrich Wiegel, zum Adjutanten Nettebrock und Heinr. Bennemann, zum Fahnenträger Heinrich Kiffe, zum Fahnenoffizier Franz Sailler und Bernard Bußhoff, zum Zugführer Johann Klunkelfuß und Heinrich Greive, zum Feldwebel Ewald Bußhoff.

1909

Versammlung am 28.2. bei Drees. Heinrich Hankmann wird zum 1. Schriftführer gewählt. Das Fest soll am 20.-21.6. stattfinden. Am 14.3.09 Versammlung bei Thiemann, Ameke: Das Fest übernimmt Chr. Drees, der dem Verein 50 Mark zahlt.
Anschaffung von Schützenhüten beschlossen, die von August Klunkelfuß geliefert werden, Preis 3 Mark. Am 12.4.09 Versammlung bei Volking, am 31.5.09 bei Hankmann. Schützenfest war am 20.-21.6.1909.

1911

Versammlung am 19.2.11 bei Drees. Das Fest soll am 25.-26.6. stattfinden, beim Wirt Hubert Höhne, der 106 Mark bot. Die Spielleute vom Kriegerverein sollen für musikalische Unterhaltung sorgen, wofür sie je 3 Mark bekommen. Am 17.4. Versammlung bei Volking, am 5.6. bei Tovar, am 8.10. bei Höhne.

1913

Versammlung am 26.4. bei Volking. Es wurde beschlossen, in diesem Jahr kein Schützenfest zu feiern. Am Sonntag, dem 25.5., Ausflug nach Kleist. Anschaffung neuer Statuten beschlossen.

1914

Versammlung am 8.3. bei Drees, Schützenfest soll am 21.-22.6. sein. Auf der Versammlung vom 22.3. bei Höhne wurden die neuen Statuten genehmigt. Fest bei Hankmann, dessen Gebot 218 Mark betrug. Die Musik wurde Herrn Köhling, Werne, für 175 Mark übertragen.

1921

Nachdem seit Kriegsausbruch 1914 die Vereinstätigkeit ruhte, fand am 26.6.21 wieder eine Versammlung bei Hankmann statt, die "vom 1. Vorsitzenden Heinrich Hölscher um 7 ½ Uhr mit einem Kaiserhoch" eröffnet wurde. Die Neuwahl des Vorstandes ergab: 1. Vors. Theod. Dieckmann sen., Stellv. Heinr. Hölscher, Schriftführer Johann Ostermann (Herrenst.), Stellv. Willy Pälmke (Dorf), Kassierer Eduard Bußhoff, Stellv. Heinrich Büscher, Beirat Bernard Lackhoff, Heinrich Kiffe, Heinrich Rubbert (Herr.), Bernard Eickholt (Ameke).
"Jährliche Feierung eines Schützenfestes ist beschlossen worden"’ - Nächster Festtermin: 31.7.-1.8.1921 bei Volking, das Schießen findet in Walstedde statt. Gewählt wurden als Oberst Christian Drees, als Adjutanten Heinr. Rubbert und Josef Brune, als Hauptmann A. Dieckmann, als Feldwebel Theod. Schlüter, als Königsoffiziere Th. Hambrock und Th Hohenhövel, als Zugführer Th. Nettebrock und Bern. Lütkenhaus, als Fahnenträger Heinr. Jägermann, als Fahnenoffiziere Heinr. Schlüter und Heinr. Lütkenhaus, als Doktor Johann Wülfinghoff.

1922

Fest am 3. Sonntag im Juni, 18.6.22. Festwirt Höhne, Jahresbeitrag auf 20 Mark erhöht.

1924

Versammlung 9.3.24. Kassenbestand durch Inflation auf Null.
Mitgliedsbeitrag auf 3 RM festgelegt.
Versammlung 30.3.24 bei Thiemann, Ameke: Fest am 6.-7.7.24 bei Drees.
Versammlung 4.5. bei Hankmann: Antrag Ueter wegen Anschaffung einer neuen Vereinsfahne wurde vertagt.
Versammlung 25.5.24 bei Drees.

1925

Am 8.2. Versammlung bei Volking, Fest vergeben an Tovar. Weitere Versammlung am 26.4.25 bei Höhne. Beschluß: Das Fest wird künftig alle drei Jahre einmal in Herrenstein gefeiert, sonst im Dorf.
Der Hofstaat darf nicht mehr als 12 Paare einschl. König umfassen.
Versammlung am 12.7.25 bei Tovar; das Mitglied Dieckmann erklärt sich bereit, dem Verein zur Unterbringung der Utensilien gratis einen Aufbewahrungsschrank zu stellen.

1926

Schützenfest am 11.-12.7. bei Brehe. Die Musik für 2 Tage stellt Dreyer mit 15 Personen für RM 300.

1927

Vers. am 2.1.27 bei Carl Mersmann, am 27.3. bei Joh. Hermann, am 3.7.27 bei Volking. Anstelle eines Schützenfestes fand ein Herbstkränzchen am 11.9.27 bei Brehe statt.

1928

Vers. am 15.1.28 bei Drees. Schlechter Besuch des Herbstkränzchens gerügt. Fahnenkommission gewählt.
Schützenfest am 1.7.28 beim Wirt Hankmann mit Einweihung der neuen Fahne, Nachbarvereine sollen eingeladen werden. Vers. am 28.5. bei Hankmann: Das Königspaar soll gefahren werden.

1929

Versammlung am 3.2. bei Volking. Es wird beschlossen, daß bei Beerdigung von Mitgliedern künftig die Vereinsfahne mitgeführt wird. - Schützenfest bei Volking. Darüber findet sich ein ausführlicher Bericht (einmalig!) im Protokollbuch:

"Schützenfest am 7. und 8. Juli 1929. Der Sonntag den 7. Juli zeigte ein ganz trübes Gesicht und es regnete recht kräftig bis um ½ 3 Uhr. Trotzdem ließen sich es die Schützen nicht nehmen, pünktlich und recht zahlreich anzutreten, um den alten Schützenkönig zur Vogelstange zu geleiten. An der Vogelstange angekommen setzte sofort ein kräftiges Ringen ein um den stolzen Adler, der hoch in den Lüften schaukelte, seiner Prämien zu berauben. Das Zepter holte sich Herr Heinrich Peiler, den Reichsapfel Herr Herm. Volmer und die Krone Herr Joh. Schlüter. Nachdem der Adler seiner Prämien beraubt, setzte ein hartes Ringen um die Königswürde ein. Trotz strömenden Regens wich kein Schütze, und Schuß auf Schuß rollte in den stolzen Adlerleib, bis beim 202. Schuß er sich bequemte, aus luftiger Höhe zu verschwinden. Herr Schneidermeister Heinrich Bumann war der glückliche Schütze, der die neue Königswürde errang. Er erkor Frau Hubert Höhne als seine Mitregentin. Ein recht gemütlicher Ball schloß den Sonntag. Auch der Montag verlief in schöner Weise. Die Würde eines Bierkönigs errang Herr Heinrich Rubbert."

1930

In der Versammlung am 23.2. bei Lütkenhaus wurde eine amtliches Schreiben vom 6.2.1930 bekanntgegeben, in welchem eine Einschränkung der Festlichkeiten gefordert wird. Beschluss hierzu: Es soll ein Schreiben eingereicht werden, dem Bürger-Schützenverein sein jährliches Schützenfest zu lassen. In der nächsten Versammlung (29.5. bei Joh. Hermann) liegt die Antwort des Amtes vor: Dem Verein wird die Erlaubnis erteilt, an beiden Schützenfesttagen einen Ball abzuhalten. Das Fest fand am 6.-7.7.beim Wirt Franz Mersmann statt.

1931

In der Versammlung am 10.5.31 bei Klunkelfuß stellt Th. Kötter den Antrag, wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage in diesem Jahr nur an einem Tag (wie üblich am 1. Sonntag im Juli, 5.7.) zu feiern und statt des Adlerschießens nur ein Preisschießen. zu veranstalten. Einstimmig angenommen, Festwirt Mersmann.

1932

Fest am 10.-11.7., Wirt Höhne. Auf der Vorstandssitzung am 12. Oktober bei Volking wurde ein Preisschießen beschlossen, das vom 23.10.-13.11.32 in den Gaststätten Volking, Drees, Hankmann und Tovar durchgeführt wurde. Das Protokoll schließt: "Nachdem noch längere Zeit über das Wohl und Wehe des Vereins gesprochen worden war, wurde die Sitzung bei Anbruch der Polizeistunde geschlossen, und der Vorstand trollte zufrieden über das Vollbrachte seinem Obdach zu."

Die Preise beim Preisschießen errangen: 1. H. Wienstroer, 2. Ferd. Linkamp, 3. Hans Hankmann, 4. Hubert Drees, 5. Ewald Mügge, 6. Anton Ostermann, 7. Wachtmeister Mertens, 8. Franz Meßmann, 9. B. Lackhoff.

1933

In der Versammlung am 16.4. bei Lütkenhaus wurde mit großer Mehrheit beschlossen, wegen der Mission und der schlechten wirtschaftlichen Lage das Schützenfest ausfallen zu lassen.
Im Jahresbericht für 1933 wird angegeben: 1 Generalversammlung, 5 Vorstandsitzungen, 4 Quartalsversammlungen. Teilnahme des Vereins an Maifeier, Erntedankfest, Wahlkundgebung. Familienausflug nach Gastwirtschaft Anton Dieckmann, Heessen. Der Verein hat 95 Mitglieder.

1934

Vers. am 28.1. bei Drees. August Schulte wird 2. Vorsitzender. Jahresbeitrag 2 RM. Schützenfest am 2.-3. September bei Wirtschaft Tovar.

1935

Schützenfest am 23./24.6. bei Klunkelfuß. Mitgliedsbeitrag RM 2,50. Schützenkränzchen am Montag vor dem Reichsparteitag bei Klunkelfuß. Preisschießen bei Brehe, Höhne, Drees und Hankmann.
In der Weide bei Peters (heute Bachtrop) wurde ein Kugelfang gebaut. Von den Kosten übernahm die Kriegerkameradschaft 1/3, ihr steht das Nutzungsrecht zu.

1936

Versammlung am 9.2. bei Drees. Der Vorsitzende Heinrich Hölscher verstarb am 17.4. im Alter von 78 Jahren. Auf der folgenden Versammlung wurde August Schulte sein Nachfolger. 2. Vors. Heinrich Kiffe, Kassierer Karl Kniesel, 2. Kass. Norbert Klunkelvoth, Schriftführer Joh. Ostermann, 2. Schr. Hermann Volmer, Berater Bernh. Volking, Joh. Klunkelfuß.
Vers. am 22.3. bei Volking. Eingliederung in den Deutschen Schützenbund beschlossen. Schützenfest am 12.-13.7. bei Drees.

1937

Schützenfest am 11.-12. Juli bei Volking. Preisschießen bei Volking, Brehe, Lütkenhaus, Höhne und Klunkelfuß.

1938

In der Versammlung am 4.9. bei Mersmann wurden dem Schützenkameraden H. Pälmke RM 150,- für den an seinem Pferde erlittenen Schaden während des Umzuges beim Schützenfest 1938 zuerkannt.

1939

Vers. am 12.2. bei Drees. Im Juli Schützenfest bei Mersmann.

Während des 2. Weltkrieges (1939-45) fanden keine Feste statt.

1940

Vers. am 11.8. bei Lütkenhaus, Annahme der Einheitssatzung des NS-Reichsschützenbundes.

1941

Vers. am 14.12.41 bei Drees. Jahresbeitrag für zur Wehrmacht Einberufene entfällt.

1942

Vers. am 22.11.42 bei Drees. Kassenbestand RM 749,24.

1943

Die Vereinstätigkeit ruhte bis 1948.

1949

Am 25. September fand im alten Vereinslokal Drees die erste Versammlung nach dem Krieg statt, die von 50-60 Mitgliedern bzw. Interessenten besucht war. Der zurückgetretene alte Vorstand wurde wiedergewählt, es erfolgten 30 Neuaufnahmen. Der Jahresbeitrag wurde auf DM 3,- festgesetzt. Am 6. November wurde bei Mersmann-Menninghaus ein Schützenkränzchen gefeiert.

1950

Jahreshauptversammlung am 8. Januar bei Drees.
Am 5. Februar Feier eines Kappenfestes bei Klunkelfuß.
In der Versammlung am 30.4. bei Volking wurden gewählt: zum Oberst Heinr. Rubbert, Hauptmann Erich Portmann, Adjutanten Hubert Nettebrock und Josef Volking, Schützendoktor Heinr. Schürmann jr., Feldwebel Joh. Peiler-Nottebom, Zugführer Willy Ernst und Theo Frie-Drüge, Königsoffiziere Josef Breer und Heinr. Günnewig jr.
Ferdinand Northoff sen. wurde für 50jährige Mitgliedschaft geehrt.
Das erste Nachkriegsschützenfest fand am 9.-10. Juli bei Anton Buttermann statt. Die neu aufgestellte Avantgarde (Gründungsmitglieder waren Hubert Ahlmann, Franz Barkholt, Josef Breer, Fritz Brinkötter, Bernhard Dittrich, Hubert Hüffer, Bernhard Hummels, Bernhard Jägermann, Josef Kloth, Kurt Peters, Alfons Schlüter, Johann Schlüter, Theo Schlüter, Heinrich Tiggemann, Theo Tiggemann, Hubert Trockel, Johannes Trockel) hatte unter der Leitung von „Jänsi“ Trockel ihren ersten Auftritt mit Fahnenschlag und Parademarsch.

Vorkriegskönig Willi Drees (1939)

Anstelle des im Krieg gefallenen letzten Vorkriegskönigs Willi Drees eröffnete der älteste der früheren Könige, Johannes Klunkelfuß, das Adlerschießen. Durch die Besatzungsmächte war der Gebrauch von Feuerwaffen noch verboten, daher konnte in den ersten Jahren nur mit Luftgewehren geschossen werden.
Da jedoch durch Luftgewehrschüsse ein Holzvogel nicht wie sonst üblich zerstört und abgeschossen werden konnte, wurde der Vogel durch eine besondere Drahtkonstruktion gehalten. An der Unterseite waren Gipsplättchen angebracht, von denen eine unbekannte Anzahl tragende Funktion hatte. In diese wareb nämlich Drähte eingeschlossen, die - durch den Vogelkorpus geführt - den Vogel hielten. War das letzte tragende Gipsplättchen zerschossen, fiel der Vogel herunter.
Erster Nachkriegskönig wurde Hubert Höhne jun.

Vogel mit Gipsplättchen

1951

Kappenball am 14. Jan bei Menninghaus, Maifeier bei Klunkelfuß, Schützenfest am 1.-2. Juli bei Höhne, Schießplatz bei Lückmanns Busch. Schützenkränzchen am 4. November bei Mersmann-Menninghaus.

1952

Schützenfest am 6.-7. Juli bei Volking

1954

Ein transportabler Kugelfang wird angeschafft. Die von Vereinsmitgliedern selbst entworfene und erstellte Konstruktion erwies sich als so praktisch, daß in den folgenden Jahren Nachbarvereine sich den Kugelfang häufig ausgeliehen haben. Durch die Leihgebühren wurden die Anschaffungskosten mehr als ausgeglichen.

1955

Das Kappenfest wird zusammen mit dem Gewerbeverein am 13.2. bei Menninghaus gefeiert.

1958

Der Vorstand setzt wie folgt zusammen: 1. Vors. August Schulte, 2. Vors. Josef Kniesel, Schriftführer Johannes. Ostermann, Stellv. Franz Greive, Kassieer Norbert Klunkelvoth, Stellv. Heinr. Eickholt, Oberst Hubert Nettebrock, Beirat Fritz Brinkötter jr., Josef Volking, Karl Peiler, Heinz Budde, Ehrenvorstandsmitglied Hermann Volmer.

1964

Nach 28jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender lehnt August Schulte aus Altersgründen die Wiederwahl ab, er wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Den Vorsitz übernimmt nun Josef Biermann, Stellvertreter Franz Greive.

1967

Franz Greive wird Nachfolger des im Dez. 1966 verstorbenen Josef Biermann. Sein Stellvertreter wird Theo Brüggemann.

1971

Während in den Vorjahren beim Schützenfest die Zeltgröße bei 550- 650 qm lag, stellt der Festwirt Dam erstmals 1000 qm zur Verfügung.

1972

Im kommenden Jahr wird der Verein 100 Jahre alt. Auf der Generalversammlung am 9.1. wird dazu Anschaffung einer neuen Vereinsfahne beschlossen.
5 Vorstandsmitglieder werden mit der Zusammenstellung einer Festschrift beauftragt.
Auftrag zur Lieferung der neuen Fahne im Oktober an Frau Liebl, Hamm-Berge.

1973

Vorstandssitzung am 30.3. bei Höhne: Die neue Fahne ist da! Ein Fahnenschrank, der im Vereinslokal aufgestellt werden soll, wird bei Bernh. Schlüter bestellt.
Für Fahnenträger und Chargierte werden 10 Uniform-jacken angeschafft.
Das Jubiläumsfest zum 100jährigen Bestehen des Vereins wird am 21.-23. Juli im Böcken gefeiert, Festzelt 1250 qm. Sechzehn Nachbarvereine nahmen mit Abordnungen an dem Festzug teil. Trotz des teilweise ungünstigen Wetters war es ein voller Erfolg.
Vorstandssitzung am 24.10., weil das für 1974 bereits festgelegte Zelt nun plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Überlegung, evtl. in der Reithalle Lükens zu feiern. Auf einer weiteren Vorstandssitzung am 4.12. kommt erstmals zur Sprache, ob evtl. eine eigene Schützenhalle bis zum Festtermin (20.-22.7.74) erstellt werden könnte.

1974

Vorstandswahl auf der Generalversammlung am 6.1.74: 1. Vors. Franz Greive, 2. V. Theo Brüggemann, Schriftf. Fritz Ahlmann und Erwin Averkamp, Kassierer Walter Möllers, Beisitzer Norbert Klunkelvoth, Fritz Brinkötter jr., Theodor Schlüter, Hermann Schlüter, Gen.-Oberst August Scharbaum, Avantgarden-Kommandeur Theo Bricke, Ehrenvorstandsmitglied Joh. Ostermann, ferner der jeweils amtierende Schützenkönig.
Eintragung des Vereins beim Amtsgericht Ahlen soll veranlaßt werden.
Jahresbeitrag bleibt bei DM 12,-.

Ausführlich wird über den Plan, eine eigene Schützenhalle zu bauen, diskutiert. Sie soll im Böcken zwischen Turnhalle und dem z.Zt. im Bau befindlichen Feuerwehrgerätehaus auf gemeindeeigenem Grund errichtet werden. Die Kosten werden mit ca. DM 80.000 angenommen.
Auf einer mit über 200 Mitgliedern sehr gut besuchten außerordentlichen Generalversammlung am 10. März 1974 bei Menninghaus wird der Bau der freitragenden Halle im Böcken beschlossen, 1000 qm (20x50m) groß, dazu 200 qm Nebenräume. Auch andere Vereine usw. sollen die Möglichkeit haben, die Räume für ihre Veranstaltungen zu nutzen.
Dem Bauausschuß gehören Fritz Brinkötter, Klaus Finck, Franz Greive, Hubert Hüffer, Hermann Schlüter und Theo Schlüter an. Zur Finanzierung der Halle wird eine Sammlung bei allen Mitgliedern vorgenommen, wobei um Spenden und Darlehen gebeten wird, ferner um Zusage von freiwilligen Arbeitsstunden.
Baubeginn Anfang April 1974, Anfang Mai wird gerichtet, Mitte Mai die Aluminiumdachbekleidung aufgebracht.
Am 16. Juni findet in der noch im Rohbau befindlichen Halle die erste Mitgliederversammlung statt, die sich mit Einzelheiten zum bevorstehenden Schützenfest befaßt.

Errichtung der eigenen Schützenhalle

Dank des unermüdlichen Einsatzes vieler Helfer ist die Halle im Juli fertig, die Einweihung kann am 19.7.74 vorgenommen werden, danach Vogelaufsetzen als Auftakt zum Schützenfest. Am 20.7.74 feiert der Spielmannszug Walstedde in der neuen Halle anläßlich seines 25jährigen Jubiläums, das Schützenfest findet am 21.-22.7.74 statt. Ab Oktober erfolgt auch Nutzung als Tennishalle.
Im Rahmen einer besonderen Aktion wird die Anschaffung von eigenen Stühlen organisiert.

1975

Das Kappenfest fand am 1. Febr. erstmalig in der neuen Schützenhalle statt.
Vom Vorjahrskönig Josef Lenkenhoff wurde ein Königswanderpokal gestiftet, der nun jährlich unter allen bisherigen Königen ausgeschossen werden soll. Das 400. Mitglied konnte auf der Versammlung am 30. August begrüßt werden, der mit einer Walstedderin verheiratete Schotte Danny Maxwell gab zum Einstand ein großes Faß Bier aus.
Für die Nutzung als Tennishalle wird ein ca. 400 qm großer Teppichboden angeschafft.

1976

Die Halle erhält eine neue Heizung.

1977

Eine ca. 75 qm große Sektbar wird an die Ostseite der Halle angebaut.

1978

Auf der Wiese neben der Schützenhalle werden vom Verein 10 Ahornbäume gepflanzt.

1979

Ein zusätzlicher Seiteneingang für die Halle wird an der vorderen Ostseite angelegt. Er trägt dazu bei, unnötige Lärmbelästigungen für das benachbarte Wohngebiet zu mindern.

1980

Nachdem der Vogel beim Königsschießen schon 1002 Schuss ausgehalten hatte, wurde Klaus Remmert mit seinem 1. Schuss König, ein Erfolg, der bisher einmalig ist.
Vom Montagabend ist noch eine Besonderheit zu erwähnen. Die gesamte Festgesellschaft beteiligte sich an der Begrüßungsfeier, die für den in Walstedde wohnenden Kapitän der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach seiner Rückkehr aus Rom stattfand. Während hier Schützenfest gefeiert wurde, war ein Vereinsmitglied, nämlich Bernard "Ennatz" Dietz, maßgeblich am Erreichen der Europameisterschaft (das Finale brachte einen 2:1-Erfolg gegen Belgien) beteiligt. Die anschließende Polonäse erreichte eine absolute Rekordlänge. Trotz der Strapazen der letzten Tage verbrachte Ennatz noch einige Stunden beim Festball in der Schützenhalle.
Die Avantgarde feierte am 30. August ihr 30jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsfest in der Schützenhalle, zu dem auch sämtliche früheren Avantgarden-Mitglieder eingeladen wurden.

1981

Das 500. Mitglied, Walter Leßmöllmann, konnte aufgenommen werden.
Am 28./29. Juni fand das Schützenfest bei wolkenbruchartigen Regenfällen statt, die einige Programmänderungen notwendig machten. Trotzdem wurde es ein sehr gutes Fest, die Schützen ließen sich die gute Laune nicht verderben.

1982

Da der diesjährige König Dieter Brinkötter seine Avantgarde-Kameraden in den Hofstaat berufen hatte, wurden am Montag kurz entschlossen die "Alten" reaktiviert. Unter der Leitung des früheren Chefs Theo Homann sen. zeigten die ehemaligen Gardisten beim Parademarsch, daß sie ihr Können noch nicht verlernt hatten.

1983

Anstelle des aus Gesundheitsgründen abdankenden Franz Greive, der 29 Jahre im Vorstand und seit 16 Jahren Vorsitzender war, übernimmt Theo Brüggemann die Vereinsführung.

1985

Nach 36jähriger Tätigkeit im Vorstand stellt sich Fritz Brinkötter nicht mehr zur Wiederwahl. Er wird zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt.

1989

Für Heizung, Lüftung und Teppichboden werden in der Halle Investitionen von rd. DM 59.000 fällig.
Aug. Scharbaum wird 1. Vorsitzender und löst Theo Brüggemann ab, der nach 30jähriger Vorstandsarbeit zurücktritt.

1991

Wegen des in der Golf-Region ausgebrochenen Krieges wird vom Vorstand beschlossen, das vorgesehene Kappenfest ausfallen zu lassen. Diese Entscheidung wurde auch in sehr vielen anderen Orten für vergleichbare Veranstaltungen getroffen.

1995

August Scharbaum zieht sich noch langjähriger Vorstandsarbeit (Generaloberst, 1. Vorsitzender) zurück, Bernhard Krellmann wird 1. Vorsitzender.

1998

Der Schützenverein feiert sein 125jähriges Bestehen.